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EINRICHTUNGSGEGENSTÄNDE

Neben den Personen, die ein Kind begleiten, kommt den Einrichtungsgegenständen eine wichtige Rolle zu, wenn es darum geht, ein Kind für Bewegung zu begeistern. In den Vogelnesträumen finden die Kinder jede Menge Möbel, Einrichtungsgegenstände, Gefährte und Konstruktionen, die ständig zur Bewegung auffordern:

  • Bohnenbad, das für die ganz kleinen Kinder eine enorme Herausforderung darstellt. Die weißen Bohnen dienen zusammen mit Bechern, Schüsseln, Baggern, Eimerchen, Lastwagen, Löffeln, und vielem anderen als Indoor-Sandkasten, in dem viele viele Kinder ganz ganz lange völlig ins Spiel versinken, und dabei Grobmotorik, Feinmotorik und wegen der verhältnismäßigen Enge nicht nur die Spiel- sondern vor allem auch ganz intensiv die Streit-Kompetenz schulen.
  • Trampelpodest mit Spiegel auf dem sich herrlich Krach machen lässt
  • Fischwagen vor dem vorderen Klo
  • Kindertrampolin mit Haltegriffen und Spiegel
  • Holzbank zum Raufklettern und Schmollen
  • Dicke blaue Turnmatte, Sprossenwand, Landekissen für wagemutige Sprünge von der Sprossenwand und weiche Landungen aus bis zu 2 Metern Entfernung.
  • Holz-Sprossen-Wippe oder Holz-Sprossen-Brücke (je nach Lage) zur Schulung der Gleichgewichtsfähigkeit
  • farbige Soft-Keile, gelbe Lang-Rolle, 2 große Pezzi-Bälle, ZeltReifen, Ringe, Sandsäcke für tolle Sandsack-Schlachten
  • Treppe zum Wickeltisch
  • Klavier mit Klavier-Podest
  • Kinderrutsche
  • Spiegel-Quader unterm Büchertisch
  • 3 Drei-Räder mit Helmpflicht
  • 3 Lauf-Lern-Wägen
  • 3 große Spiegel für intensive Selbstbetrachtungen: In unseren Räumen sind ungefähr 6 qm Spiegel angebracht Bevor die Kinder das Vogelnest im Alter von 3 Jahren verlassen, sind sie normalerweise in der Lage sich selbst zu erkennen, das eigene „Ich“ zu erkennen, sich selbst als „ich“ zu bezeichnen. Da dieses Erkennen ein wichtiger Schritt in der Entwicklung jedes Kindes ist, unterstützen wir diese Entwicklung unter anderem mit Spiegeln, die wir in möglichst vielen Räumen angebracht haben. 
  • Holzzug mit Waggons den uns die Schreiner-Innung Biberach gespendet hat
  • 3 Puppenwägen
  • Verkleidungskiste
  • Unsere Rennbahn darf man natürlich nicht vergessen. Esszimmer, Küche und vorderer Flur bilden zusammen einen Rundkurs, auf dem schon so manch heißes Verfolgungsrennen stattgefunden hat. Aber auch für Kamelumzüge dick vermummter Wüsten-Beduinen eignet sich diese Strecke quasi „fabelhaft“.
  • Unsere Badewanne im Bad kommt entweder in der kalten Jahreszeit zum Einsatz (best-case-Szenario) oder wenn die Windel wegen völliger Überfüllung ihrer Aufgabe ganz und gar nicht mehr gewachsen war (worst-case-Szenario).
  • Am Bidet im Bad wird nicht nur täglich Zähne geputzt, sondern auch ausgiebig mit Wasser gespielt.
  • Unsere selbstentworfenen und von der einzigen Schreinerei in Schweinhausen in erst-klassiger Handwerker-Qualität gebauten 3er-Stockbetten rufen bei Eltern beim ersten Anblick in der Regel zwei völlig widersprüchliche Reaktionen hervor: Die einen denken „Oh Gott, Hasen-Käfige“, die anderen sagen in der Regel „ Oh toll, Stockbetten. Alle wollen immer oben liegen, stimmt’s?“. Da wir inzwischen fünft solcher Betten besitzen und darin über 80 Kinder schlafen gelegt haben, wissen wir, dass es tolle Stockbetten sind, in denen sich die Kinder sehr wohl fühlen. Unserer Meinung nach liegt das nicht nur daran, dass natürlich jedes Kind sein eigenes Bett mit eigenem Schmusetier hat, sondern insbesondere daran, dass die Kinder den relativ kleinen Raum um sich herum als sicheren Rückzugsraum erfahren, quasi als warmes heimeliges Vogelnest. Kommentar vom zuständigen Mitarbeiter des Landesjugendamtes, als er unsere Betten erstmals gesehen hatte: "Toll, die Betten muss ich gleich fotografieren, um sie anderen Einrichtungen empfehlen zu können."
 

  GRUNDSTÜCK

Auf dem 884 qm großen Grundstück, das sich in einem reinen Wohngebiet befindet und so nur sehr wenig Verkehrsaufkommen für Lärm und Gefahr sorgen kann, ist neben dem Gebäude natürlich noch ganz schön viel Platz für Garten und Wiese. Auch auf dem Außengelände finden die Kinder jede Menge Gefährte und Konstruktionen, die sie ständig zur Bewegung auffordern:

• Auf der Wiese, die unsere 2 Hasen inzwischen wieder den ganzen Tag als 300qm-Riesen-Luxus-Freigehege bevölkern, befinden sich neben dem
• Sandkasten,
• der aus dem Sandkasten-Aushub entstandene Grashügel, der für die ganz Kleinen eine große Herausforderung darstellt, wenn es darum geht, das gerade erlernte Laufen zu stabilisieren. Bei Bewältigung dieser Aufgabe werden die Kinder aber hervorragend von unseren Hasen unterstützt, in dem sich die 4-Beiner als scheinbarer Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zur Verfügung stellen, so dass die noch wackligen 2-Beiner gar nicht merken, wie sie ihre Gleichgewichtsfähigkeit schulen.
• Im „kleinen“ Hasengehege können auch kleinere Kinder die Hasen hautnah erleben.
• Unser naturbelassenen Erdhügel, der immer wieder mal aufgelockert werden muss, damit die Kinder auch wirklich darin graben, wühlen, schaufeln und baggern können, ist im hintersten Eck des Grundstücks angebracht, damit die Kinder hier ohne Hemmungen mit Matsch und Schlamm spielen können.
• Die Slack-Line war ursprünglich eher für Noah gedacht, wird aber inzwischen, wie so viele Spielsachen, mehr von den Vogelnest-Kindern als von Noah genutzt.
• Genau wie die Slack-Line schult auch die simple Wippe aus einem dicken Stück Holz über das ein langer schmaler Balken gelegt ist, die Gleichgewichtsfähigkeit und das Selbstvertrauen der bei uns schon älteren Kinder.
• Dem gleichen Zweck dienen die 6 senkrecht in der Wiese eingegrabenen Balancier-Baumstämme mit einem Durchmesser von ca. 25 cm, die in einem Abstand von ca. 10 cm zwischen 12 cm und 50 cm aus der Wiese ragen. Die Kinder können allein oder mit unserer Hilfe Stufe um Stufe nach oben laufen, um als Abschluss vom höchsten Baumstamm auf die Wiese oder in unsere Arme zu hüpfen.
• Die obligatorischen Bobbycars sind uns vom Material her zwar ein Dorn im Auge, aber aufgrund ihres wahnsinnig hohen Spaßfaktors für die Kinder unverzichtbar. In Verbindung mit dem zur Start-Rampe missbrauchten Grashügel und dem abschüssigen Gelände hinterm Haus kommen die mutigen Kinder auf ganz ordentliche Geschwindigkeiten, ehe das herannahende Hasengehe zum Bremsen oder Umfallen-Lassen auffordert.
• Unsere beiden Apfelbäume sorgen gemeinsam mit dem Zwetschgenbaum, dem Brombeerstrauch und einigen wilden Himbeer-Sträuchern dafür, dass unsere Vogelnest-Kinder immer wieder frisches Obst direkt vom Stock essen können.
• Die Faszination eines knisternden Holz-Feuers erfahren die Kinder im Winter, wenn wir den offenen Kamin im überdachten Eingangsbereich benutzen.
• Der Garagen-Vorplatz eignet sich nicht nur als Parkplatz für die Eltern, sondern ist auch ideal, um mit den Kindern Ball zu spielen, um im Winter die Kinder-Schneeschaufeln im realen Einsatz zu erproben, zum Bobby-Car fahren und zum Kreide malen.

 

UMGEBUNG

Unser Haus, Baujahr 1974, liegt in einem reinen Wohngebiet der 800-Seelen-Gemeinde Hochdorf, das komplett als 30 km/h-Zone verkehrsberuhigt ist. Es ist also verkehrstechnisch eher sehr ruhig als sehr laut, was für eine Krippe ja auch sinnvoll ist. Die Gemeinde Hochdorf liegt für jemanden, der aus Richtung Ravensburg kommt und in Biberach arbeitet recht verkehrsgünstig direkt an der B30, so dass das Vogelnest oft besser zu erreichen ist, als eine Krippe im ampelhaltigen Stadtgebiet von Biberach oder Bad Waldsee. Und für die Eltern aus Biberach haben wir ja unseren Abholservice eingerichtet.

Außerhalb unseres Grundstückes suchen wir regelmäßig verschiedene Erlebnisräume auf. Das hört sich zwar furchtbar hochgestochen an, hat aber aus Sicht der Kinder durchaus seine wörtliche Berechtigung:
• Grundschule Hochdorf mit vielen spielbegierigen Grundschülern,
• Bach (Rosenbächle) ,
• Wald hinterm Rosenbächle,
• Baumaschinen-Händler im Industriegebiet,
• Schafe bei der Grüngut-Entsorgungs-Stelle,
• Wertstoffhof,
• Pferde beim Rosenbächle,
• Hühner unweit der Grundschule ,
• Baustelle(n) im Neubaugebiet,
• Spielplatz an der Grundschule und überm Neubaugebiet,
• Bauernhof hinterm Rosenbächle, wo wir immer unser Hasenheu holen,
• Mehrmals pro Jahr eine Schafherde im Rißtal.

Alles das hält für die 0 - 3 jährigen Vogelnest-Kinder, auch nach vielen Spaziergängen immer wieder neue Erlebnisse bereit.

Wir als Erwachsene vergessen allzu oft, wie reich an tollen Dingen die Natur und unser Alltag ist. Dieses Problem haben die Kinder ja gerade noch nicht. Mangels Lebenserfahrung ist für unsere Vogelnest-Kleinst-Kinder vieles neu und aufregend, was uns Erwachsenen völlig lapidar und selbstverständlich erscheint. Und genau das macht die Faszination der Kleinst-Kinder für uns gerade aus. Wieder einmal trifft ein gutes altes Sprichwort den Nagel auf den Kopf:

„Kleinigkeit, was Kinder freut“.

Für uns Erwachsene kommt es also nur darauf an, die Kleinigkeiten zu erkennen, die die Kinder freuen. Wer dann den Kindern genügend Zeit lässt, sich intensiv mit diesen neuen Entdeckungen auseinander zu setzen, wird echte Erziehungsfreude erfahren.